23/06/2009
Heute Abend hat Eurolektionen die Ergebnisse von neun Monaten Forschungsarbeit in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vor rund 165 Zuschauern präsentiert.
“Europa ist schön”, ein “Europa voller Zigeuner” und ein “Europa ohne Eltern” sind nur drei Elemente unseres Europa-Kaleidoskopes, das wir aus den Schulen Europas mitgebracht und unserem Publikum nun vorgestellt haben. Aus unseren Ergebnissen heraus haben wir eine Vision entwickelt, was Schule in Europa leisten sollte. Alle unsere Ergebnisse finden Sie bald hier auf unserer Website.
Wir bedanken uns bei allen unseren Gästen für die Aufmerksamkeit und hoffen, dass Sie aus unserer Eurolektion etwas mitgenommen haben. Sollten Sie weitere Fragen oder Interesse an Eurolektionen haben, dann schreiben Sie uns gern.


17/04/2009
Nach zwei erkenntnisreichen Tagen, an denen wir mit Schülern und Lehrern des Hvitfeldtska Gymnasiet gesprochen haben, setzten wir heute zum dritten Mal das Eurolektionen Planspiel ein. 15 schwedische Schüler zwischen 18 und 19 Jahren schlüpften in die Rollen von Regierung, Opposition, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Presse. In unserer kleinen Eurolektionenwelt wurden die Standorte der Busproduktion äußerst flexibel von Schweden und Deutschland nach Rumänien verschoben. Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich Unzufriedenheit in beiden Ländern ein: Gewerkschaften streikten, die Presse hetzte die Bevölkerung gegen die Regierung auf, die Kapitalisten ließen nicht mit sich reden und letztendlich blieb Angela Merkel und Fredrik Reinfeldt nur eine Lösung: Austritt aus der EU. Gesagt, getan. Für Rumänien begann eine harte Zeit und Schweden und Deutschland näherten sich dem Sozialismus, zum Bedauern der Kapitalisten. An diesem Punkt endete die Simulation und die Schüler kehrten in ihre Rollen als Anders, Torgny, Lena und Niklas zurück. In der Reflexion erläuterten wir dann die grundlegende Herausforderung unseres Planspiels: die Schwierigkeit ein Kooperationsproblem (wie es in der EU häufig auftritt) gemeinsam zu lösen, wenn alle Akteure in den Staaten individuell rational handeln.
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16/04/2009
… Zumindest Grund genug für ein paar Gespräche …
Eurolektionen hört Schülern und Lehrern zu, diskutiert mit ihnen und schaut sich an, wie Unterricht für 18-jährige in Göteborg ist.
In den Schülerdiskussionen ging es zeitweise sehr hitzig zu: debattiert wurde über die Zukunft der europäischen Gemeinschaft und den Sinn und Zweck der EU. Hilft uns Zusammenarbeit? Und was bringen uns eigentlich Investitionen in die EU-Erweiterung? Die Meinungen der schwedischen Schüler sind hier teilweise sehr auseinander gegangen. In einer anderen Foksugruppe wurde die Geschichte Europas zum Hauptgesprächsgegenstand – Geschichte sei das Wechselspiel von Krieg und Frieden war hier eine dominante Meinung.
Im sozialwissenschaftlichen Unterricht der 12. Klasse durften wir miterleben, wie sich Unterricht in einem hochgelobten Bildungssystem anfühlt. Thema der Stunde war der schwedische Riksdag – das schwedische Parlament. Vor dem Unterricht nahm sich jeder Schüler einen Laptop aus dem Regal und hat sich ein freies Plätzchen im Raum gesucht. Der Großteil der Stunde bestand aus Gruppenarbeiten, in denen sich die Schüler selbst Themen erarbeiten.
15/04/2009
This is us on our first day of school.

14/04/2009
After a ride through Sweden’s countryside we’re there: This is us getting off Sveriges Järnsvägar at Gothenburg Central.
Eurolektionen team member Max said he was a fan of Swedish public transportation already, having enjoyed a snack in the high speed train’s restaurant car.

14/04/2009
Hej Sweden: this is us deboarding at Nyköping, Sweden. We are now headed to the local station from where we will take the train to Gothenburg.
Particular after another flight with our favorite low-cost carrier (they played a fanfare and Mozart’s night music upon touchdown) we can’t wait to change our transportation.

14/04/2009
After research in Berlin, Germany and and Brasov, Romania the Eurolektionen team is today going to the project’s last research destination: Gothenburg, Sweden.
This is us waiting at Berlin SXF, looking forward to Sweden and eager to learn how Europe plays out in the countries much famed education system.

07/03/2009
Today, after four days packed with experiences and impressions, we are leaving Brasov and Romania again: our fieldwork is done. Sitting on hours of recorded interviews, pages of scribbled notes, gigabytes of pictures, we already find us discussing interpretations of the gathered data.
Notwithstanding the systematic analysis, which we have not even started yet, a couple of things seem clear already.
We learned about the inherent bias or specificity of our methodology and questions. It turned out that some of our questions were not as universally meaningful as we had tacitly assumed. In social-science-speak, we became aware that much of what we had held to be etic, might in fact be very emic representations and concerns.
Specifically, we came to the realization that really, context, in good qualitative spirit, matters an awful lot for our questions and the answers we heard. In our interviews, focus groups and class observation, we encountered more than one of the proverbial “elephants in the room“.
After a lot of “spontaneous operationalizations”, and much more controversial debate within the Eurolektionen Team to come, only one thing seems clear so far:
to travel, indeed, “is to learn that everyone is wrong about other countries” .
(Aldous Huxley 1894 – 1963)

Eurolektionen Team Member Martha Ekkert boarding airport shuttle bus at Brasov
06/03/2009
Nachdem wir nun zwei Tage lang als Gäste in der Schule verbrachten, haben wir heute den dritten Teil des Eurolektionen-Projektes durchgeführt. Die Initiative: unser Planspiel. 30 Schüler aus den Klassen 10 bis 12 versammelten sich im Computerraum, in dem wir zunächstdie Grundlagen und Regeln des Spieles sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch erklärten. Nachdem jeder Schüler in seine Rolle geschlüpft war, konnte das Spiel beginnen: anfänglich zögerlich wurden die Arbeitgebervertreter, Regierungen und Arbeitnehmervertreter immer mutiger und verschoben ihr Kapital zwischen Schweden, Rumänien und Deutschland und streikten, senkten und erhöhten Steuern. Nicht nur die Schüler fanden Gefallen am Spiel: auch die Wirtschaftslehrerin gesellte sich zeitweise in den Computerraum um das Treiben dort zu beobachten.
Wir freuen uns, dass unser Spiel trotz sprachlicher Hindernisse so interessiert aufgenommen wurde und hoffen, dass es vielen Beteiligten Freude und Erkenntnisgewinn beschert hat.
